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Übersichtskarte Insel Rügen


Uebersichtsplan Insel Rügen - Weg zum Ostseebad Binz

Die Insel Rügen


Wussten Sie schon, dass die meisten Ostseeinseln Deutschlands zum Landkreis Rügen gehören?
Es sind immerhin 18 Inseln, von denen Rügen mit  974 qkm die größte ist. Der größte Teil der Rügenbesucher fährt mit dem Auto  über den Rügendamm. Die bekannteste der kleinen Inseln - Hiddensee - dagegen erreichen Sie nur mit dem Schiff, das Auto darf nicht mit. Welcher Ort auf Rügen oder Hiddensee zu empfehlen ist, hängt nicht nur von der Jahreszeit sondern auch  von Ihrer bevorzugten Bewegungsart ab. Sie können wandern, Rad fahren oder am  Strand liegen, tauchen oder angeln, segeln, surfen oder mit einem der vielen Ausflugsschiffe fahren. Die Vielfalt der Landschaften und die vielen Sehenswürdigkeiten erleben Sie während der Ausflüge und Rügenrundfahrten.

Die Touristinformationen in den Seebädern oder größeren Orten der Insel beraten Sie gern. Sie sollten sich eine gute Rügenkarte besorgen, wenn Sie mit Ihrem PKW Rundfahrten machen.
Eine gute Alternative sind die Ausflugsangebote Rügener Busunternehmen. Sie werden ganz nah an die Sehenswürdigkeiten gebracht und erhalten von den Gästeführern Informationen über Land und Leute.

Und was sollten Sie sich nun auf jeden Fall ansehen?

Ganz oben auf der Liste steht der Nationalpark Jasmund mit der Kreideküste und den Kreidefelsen Königsstuhl und Victoriasicht. Das Kap Arkona  ist die Nordspitze Rügens, Wahrzeichen sind die Leuchttürme, der slawische Burgwall und das Fischerdorf Vitt mit der Kapelle.

Die Halbinsel  Mönchgut gleicht einer Inselgruppe. Die Zickerschen Berge bieten hervorragende Aussichtspunkte, romantische kleine Fischerdörfer laden zum Verweilen ein. An der Ostseite Rügens befinden sich die traditionsreichen Seebäder Binz, Sellin  Baabe, Göhren mit ihren Sandstränden, Seebrücken und der schönen  Bäderarchitektur.

Die ehemalige Fürstenresidenz Putbus ist immer einen Ausflug wert. Die klassizistischen Gebäude am „Circus“, einem kreisrunden Platz, das einzige Inseltheater und der 75 ha große Park ziehen viele Gäste an.

Neben vielen sehr alten Dorfkirchen, gibt es einige Schlösser und Herrenhäuser, die zu besichtigen sind. Dazu gehört u.a. das Jagdschloss Granitz mit dem höchsten Aussichtspunkt der Insel.

Ein besonderer Ort ist  Ralswiek, vor mehr als tausend Jahren ein bedeutender Seehandelsplatz. Die heutige Bedeutung ist mit dem Namen des berühmten Piraten Klaus Störtebeker verbunden. Auf der Naturbühne Ralswiek finden seit 1993 jedes Jahr die Störtebeker-Festspiele mit inzwischen rund 360.000 Besuchern statt. Das muss man einfach gesehen haben.

Zum Pflichtprogramm gehört eine Fahrt mit dem  „Rasenden Roland“, die dampfbetriebene Schmalspurbahn fährt seit 1895 über die Insel, heute nur noch zwischen Putbus und Göhren.

Vom Hafen Sassnitz aus fahren Fahrgastschiffe oder ehemalige Fischkutter entlang der Kreideküste zum Königsstuhl, zum Kap Arkona oder zu den Seebrücken.
Schiffsfahrten werden aber auch vom Hafen Lauterbach aus rund um die Insel Vilm angeboten.


Rügen von A bis Z: Hausmarken

Eigentumszeichen mit runenartigem Charakter, die in ihrem Ursprung auf das Mittelalter zurückgehen. Damals kennzeichneten in vielen Gegenden Europas Bürger und Bauern damit ihre Waren, Erzeugnisse, Geräte oder Vieh. Während in den Städten die Marke nur an eine bestimmte Person gebunden war, bezeichnete sie auf Mönchgut das Haus bzw. den Hof. Noch zu Anfang des 19.Jh. war in jedes Gebäude der Halbinsel die Hausmarke an sichtbarer Stelle eingeschnitten. Ging der Besitz in andere Hände über, so führte fort-an der neue Eigentümer das alte Hofzeichen. Dieses wurde nicht nur in Acker- und Fischereigeräte eingeritzt, sondern auch dem Vieh eingebrannt, eine Notwendigkeit, solange Feldarbeit und Fischerei gemeinsam ausgeübt und das Vieh des ganzen Dor-fes auf die gemeinsame Weide getrieben wurde. Übernahm der älteste Sohn die Wirtschaft, hatte er allein das Recht, die Hausmarke zu führen, während seine jüngeren Brüder dieselbe mit einem Zusatzstrich („Bimark“) versehen durften. Solange nun die Mönchguter im allgemeinen noch nicht des Schreibens kundig waren, bewahrten die Hausmarken ihren geometrischen, oft runenartigen Charakter. Aber als nach 1830 ein geregelter Schulunterricht eingeführt wurde und allmählich jeder schreiben lernte, fing man an, die alten Zeichen vereinzelt durch Buchstaben zu ersetzen. Heute werden die Hausmarken noch gelegentlich in der Fischerei benutzt.